Immobilienwirtschaft im Wandel – „Krise nach der Krise?“

Montagsgesellschaft und P5 Club diskutieren über Verantwortung, Chancen und Zukunft der Branche

Am 19. November 2025 lud die Montagsgesellschaft gemeinsam mit dem P5 Club zu einer intensiven Diskussionsrunde ein, die die Immobilienbranche in den Mittelpunkt stellte. Unter dem Titel „Droht der Immobilienwirtschaft die Krise nach der Krise?“ kamen Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzwelt zusammen, um die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der Branche zu beleuchten.

Der Abend fand in der Ulmenstraße in Frankfurt statt und war bis auf den letzten Platz ausgebucht – ein Zeichen dafür, wie stark das Interesse an der Zukunft der Immobilienwirtschaft ist.

Zwischen Stabilisierung und Unsicherheit: Eine Branche sucht Orientierung

Die zentrale Frage des Abends lautete: „Haben wir die Talsohle erreicht – oder steht das Schlimmste noch bevor?“
Einigkeit bestand darin, dass die Immobilienwirtschaft weiterhin vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen steht. Hohe Zinsen, geopolitische Unsicherheiten und verändertes Nutzerverhalten sorgen für Druck, aber auch für Bewegung im Markt.

Wie die Expertinnen und Experten betonten, ist keine vollständige Entwarnung in Sicht. Zwar zeigten sich in einzelnen Segmenten Anzeichen einer Stabilisierung, doch die Unsicherheiten bleiben groß – besonders bei Refinanzierungen, Bewertungsfragen und Projektentwicklungen.

Wohnimmobilien gelten derzeit als vergleichsweise stabil, während Büro- und Einzelhandelsflächen in vielen Städten vor tiefgreifenden Anpassungen stehen. Der Wandel betrifft dabei nicht nur Bauunternehmen und Investoren, sondern auch Kommunen, Banken und ganze Stadtquartiere.

Verantwortung und Governance: Zukunft braucht Haltung

Ein Schwerpunkt der Diskussion lag auf der gesellschaftlichen Verantwortung der Immobilienbranche.
Die Teilnehmer waren sich einig: Immobilien sind mehr als Investitionsobjekte – sie sind Lebensräume, Orte der Begegnung, Arbeit und Kultur.

Entsprechend groß ist die Verantwortung der Akteure. Themen wie Corporate Governance, Werteorientierung und nachhaltiges Wirtschaften rückten stark in den Vordergrund.
Gute Führung, Transparenz und ethische Standards gelten zunehmend als Schlüssel, um Vertrauen zu schaffen – nicht nur bei Investoren, sondern auch bei den Menschen, die in den Gebäuden leben und arbeiten.

Neue Konzepte statt alter Denkmuster – Wie Transformation gelingen kann

Besonders spannend wurde es, als die Runde über neue Nutzungskonzepte und Impact Investing sprach.
Anhand konkreter Beispiele aus Deutschland und Europa – etwa aus Mailand – wurde gezeigt, wie ehemals problematische Immobilien durch kreative Mischnutzungen zu neuen Zentren urbanen Lebens werden können.

Hier setzte auch der P5 Club als Partner der Veranstaltung einen besonderen Akzent:
Als Plattform für Vernetzung, Innovation und Transformation bringt der P5 Club regelmäßig Expertinnen und Experten aus der Immobilienwirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln.

Die Diskussion machte deutlich: Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Mehrwert und wirtschaftlicher Erfolg schließen sich nicht aus. Im Gegenteil – wer Immobilien als Teil funktionierender Quartiere versteht, schafft langfristige Stabilität.

Banken, Politik und Kommunen – Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

Ein weiterer zentraler Punkt war die Rolle von Finanzinstituten, öffentlichen Akteuren und Städten.
Viele Projekte scheitern nicht an Ideen, sondern an Strukturen, Regularien oder fehlender Kooperation.
Banken stehen unter Druck, notleidende Kredite zu bewerten und Risiken zu minimieren. Gleichzeitig können Kommunen durch gezielte Förderungen und beschleunigte Verfahren neue Impulse setzen.

Hier knüpft der P5 Club mit seiner Philosophie an:
Vernetzung, Dialog und gemeinsames Handeln zwischen Wirtschaft, öffentlicher Hand und Gesellschaft sind entscheidend, um brachliegende Potenziale zu aktivieren.

Vom Krisengespräch zur Zukunftsstrategie

Zum Abschluss richtete Moderator Dr. Stefan Söhngen den Blick nach vorn.
Wo steht die Immobilienwirtschaft in fünf Jahren?
Die Antworten der Diskutanten schwankten zwischen Realismus und Hoffnung.
Die kommenden Jahre werden geprägt sein von der Transformation klassischer Assetklassen, neuen Investitionsmodellen und einer deutlich stärkeren Verzahnung von Technologie, Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung.

Der Abend machte deutlich: Die Frage ist nicht, ob sich die Branche verändert, sondern wie.
Und ob sie dabei gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftlichen Erfolg in Einklang bringt.

Wandel gestalten, nicht abwarten

Die Montagsgesellschaft und der P5 Club haben mit diesem Abend gezeigt, dass es für die Zukunft der Immobilienwirtschaft mehr braucht als Zahlen und Bilanzen:
Es braucht Mut, Weitblick und Kooperation.

Nur durch Dialog, interdisziplinäre Zusammenarbeit und verantwortungsvolle Führung kann die Branche die Krise in eine Chance verwandeln.
Die Veranstaltung war damit nicht nur ein Diskussionsabend, sondern ein Startpunkt für nachhaltige Impulse, die weit über den Frankfurter Immobilienmarkt hinauswirken.

Kontakt | Synergie nutzen

Dr. Stefan Söhngen

Fuchstanzstr. 32
60489 Frankfurt am Main

Telefon:
+49 69 - 247 41 230

E-Mail:
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